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Eigenstrom und die EEG-Umlage

PV-AnlageMüssen Betreiber einer PV-Anlage, oder eines BHWK künftig EEG-Umlage für den Strom zahlen, den sie selbst verbrauchen? Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) soll noch in diesem Sommer novelliert werden. Das zuständige Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gibt auf ihren Internetseiten u.a. diese Antworten:
Bei der Eigenstromerzeugung sollen sich künftig alle an den Ausbaukosten für die erneuerbaren Energien beteiligen, also beispielsweise auch private Haushalte, die Strom aus ihrer Photovoltaikanlage verbrauchen. Allerdings wird eine Bagatellgrenze eingeführt. Kleinere (Alt- und Neu-)Anlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 10 Kilowatt, die  jährlich höchstens 10 MWh selbst verbrauchen, sollen von der Umlage befreit werden.
Das heißt: Für das Solardach auf einem Einfamilienhaus z. B. wäre keine EEG-Umlage fällig.

Für größere PV-Anlagen ist jedoch künftig die EEG-Umlage auf den selbst erzeugten und verbrauchten Strom zu entrichten. Denn die Investoren von heute profitieren durch immer effizientere Erzeugungsanlagen von der „Lernkurve“ der vergangenen Jahre. Diese Lernkurve wurde zu einem großen Teil aus dem bisherigen EEG bezahlt und wird die EEG-Umlage noch viele Jahre belasten. Es wäre unfair, wenn die Investoren heute einerseits von der Lernkurve profitieren, sich aber andererseits nicht an den Kosten beteiligen würden.
…Die rechtlichen und finanziellen Bedingungen für die umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung sollen aber so gestaltet werden, dass die Wirtschaftlichkeit dieser Anlagen nicht angetastet wird und der KWK-Anteil auf 25 Prozent bis 2020 ausgebaut werden kann. Deswegen ist vorgesehen, dass sich die zu zahlende EEG-Umlage nicht nur bei neuen Erneuerbare-Energien-Anlagen, sondern auch bei KWK-Anlagen sowie neuen Kuppelgasnutzungen, auf jeweils 70 Prozent reduziert.

Diesen Fragen und den technischen Aspekten der Eigenstromerzeugug und -Speicherung geht unsere Informationsveranstaltung Eigenstromerzeugung und Stromspeicherung am Donnerstag, den 27. März 2014 nach. Die kostenfreie Veranstaltung findet in der IHK in Krefeld, Nordwall 39, statt. Da die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich, bei: Jochen Ohligs, Tel. 02131 9268-542, E-Mail: ohligsj@neuss.ihk.de, oder unter www.mittlerer-niederrhein.ihk.de (im Fenster „Dokumentsuche“ v3924eingeben).

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie www.bmwi.de „Häufig gestellte Fragen zur EEG-Reform“ Frage 21: Müssen auch private Erzeuger künftig EEG-Umlage für den Strom zahlen, den sie selbst verbrauchen? Frage 22 Schwächt die geplante Regelung, künftig Eigenstromerzeuger an der Finanzierung des EEG zu beteiligen, nicht den Neubau von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK)?

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