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Effizienzlabel für alte Heizungen beschlossen

Heizungstechniker in Heizraum bei Heizanlage

Heizungstechniker in Heizraum bei Heizanlage

Das im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung vorgesehene Effizienzlabel für Heizkessel älter als 15 Jahre wird eingeführt. Dies hat der Bundestag am 15.10.2015 beschlossen. Angebracht wird es von den Schornsteinfegern. Ziel ist, den Heizungstausch anzuregen. Hintergrund ist der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz, mit dessen Maßnahmen die Bundesregierung den Energieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent reduzieren will.

Mit der Novelle des Energieverbrauchskennzeichnungsgesetzes hat der Deutsche Bundestag ein Effizienzlabel für alte Heizungsanlagen eingeführt. Ab 2016 freiwillig und ab 2017 verpflichtend, bringen Schornsteinfeger auf Heizkesseln, die älter als 15 Jahre sind, ein Label an, das den Effizienzgrad der Anlagen dokumentiert. Im Unterschied zum EU-Label fehlen allerdings die Klassen F und G. Erfasst werden Heizgeräte mit gasförmigen und flüssigen Brennstoffen bis 400 kW Leistung. Zielgruppe sind demnach nicht nur Eigenheimbesitzer und Vermieter, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen.

Es wird also zwei unterschiedliche Effizienzlabel geben; das EU-Label für Neugeräte und das nationale Effizienzlabel für Altgeräte.

Neben den Ausstellungsberechtigten nach § 21 Absatz 1 EnEV dürfen auch Gebäudeenergieberater des Handwerks das Label ausstellen. Die Kosten für das Label und dessen Ausstellung trägt der Bund.

Ziel ist, die Heizungsbesitzer zum Austausch ihrer alten Anlagen zu motivieren sowie insgesamt häufiger Energieberatungen in Anspruch nehmen. Die Bundesregierung erhofft sich von dem Label einen Anstieg der jährlichen Austauschrate um 20 Prozent. Die Bundesregierung geht von 8 Mio. bis 2023 zu etikettierenden Kesseln aus.

Aktuell liegt die Sanierungsrate bei etwa 3 Prozent. Das Durchschnittsalter der installierten Heizungen liegt bei über 17 Jahren, etwa ein Drittel sind älter als 20 Jahre.

Quelle: DIHK / Bearbeitung durch J. Ohligs, IHK Mittlerer Niederrhein

Bildnachweis: fotolia © Gina Sander

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