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Zuschüsse beim Austausch ineffizienter Heizungsanlagen

KfW-Programm Erneuerbare Energien PremiumDie KfW bietet seit Jahresbeginn 2016 um 20% erhöhte Tilgungszuschüsse für die Förderung des Austauschs besonders ineffizienter Heizungsanlagen. Das KfW-Programm Erneuerbare Energien „Premium“ wurde dafür um den Punkt 10 „Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)“ erweitert. Es basiert auf der Richtlinie zur Förderung der beschleunigten Modernisierung von Heizungsanlagen bei Nutzung erneuerbarer Energien.

Als besonders ineffizient im Sinne dieser Richtlinie gelten Wärmeerzeuger, die zum Zeitpunkt der Antragstellung folgende drei Kriterien erfüllen:
a) Betrieb auf Basis fossiler Energien (z.B. Gas oder Öl);
b) keine Nutzung der Brennwerttechnik oder Brennstoffzellentechnologie;
c) es liegt kein Fall der gesetzlichen Austauschpflicht nach § 10 der Energieeinsparverordnung (EnEV) vor; (Hiervon abweichend gilt, wenn es sich bei der Altanlage um einen zentralen Wärmeerzeuger innerhalb eines Wärmenetzes handelt, die Altanlage als besonders ineffizient, wenn ihr Betrieb auf Basis fossiler Energien erfolgt und keine Kraft-Wärme-Kopplung genutzt wird.)

Gefördert werden folgende Techniken zum Ersatz der Altanlagen:

  • Solarkollektoranlagen (Maßnahme 1)
  • Biomasseanlagen zur Verbrennung fester Biomasse für die thermische Nutzung (Maßnahme 2)
  • KWK-Biomasseanlagen (Maßnahme 3)
  • Wärmenetze, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden (Maßnahme 4)
  • Große effiziente Wärmepumpen (Maßnahme 7)

Die Höhe der Tilgungszuschüsse ist gestaffelt und differenziert für die aufgeführten Technologien. Im Merkblatt (Link zum Download weiter unten) werden die Tilgungszuschüsse aufgeführt. Das Antragsformular für den Tilgungszuschuss (Stand 01 2016) gibt einen Überblick über die zu beachtenden Kriterien.

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Beispielhaft bedeutet die Erhöhung des Tilgungszuschusses bei einer förderfähigen effizienten Wärmepumpen (Maßnahme 7) 96 statt bisher 80 Euro Tilgungszuschuss je kW Wärmeleistung im Auslegungspunkt.
(mindestens jedoch 10.000 Euro und höchstens 50.000 Euro je Einzelanlage)

Ein Auzug aus dem Merkblatt zum KfW-Programm Erneuerbare Energien „Premium“:

10. Zusatzförderung: Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)
Auf Basis der Richtlinie zur Förderung der beschleunigten Modernisierung von Heizungsanlagen bei Nutzung erneuerbarer Energien in der aktuell gültigen Fassung kann der Tilgungszuschuss für Maßnahmen nach Nummer 1,2,3,4 und 7 jeweils um 20% erhöht werden, wenn durch die Investition folgende Austauschmodelle bedient werden:

a) Austausch eines zentralen Wärmeerzeugers in Wärmenetzen durch eine förderfähige neue Anlage nach Nr. 2,3 und 7.
b) Austausch von Wärmeerzeugern in Gebäuden durch eine förderfähige neue Anlage nach Nr. 2,3 und 7, oder Integration einer neuen solarthermischen Anlage nach Nr. 1 zur Modernisierung einer ineffizienten Heizungsaltanlage.
c) Ersetzung von Wärmeerzeugern in Gebäuden durch den Anschluss des Gebäudes an ein Wärmenetz nach Nr. 4. Hierbei wird der Zusatzbonus sowohl für die Hausanschlussleitung, die zu einem Gebäude führt dessen ineffiziente Heizungsaltanlage ersetzt wird, als auch für die Hausübergabestation dieses Gebäudes gewährt.
d) Dient bei einer Wärmenetzinvestition der überwiegende Teil der neuen Hausanschlüsse der Ersetzung ineffizienter dezentraler Wärmeerzeuger, so können
– alle Hauptleitungen des Wärmenetzes,
– alle Hausübergabestationen, die einen ineffizienten Wärmeerzeuger ersetzen und
– diejenigen Hausanschlussleitungen, die zu Hausübergabestationen führen,
deren ineffizienter Wärmeerzeuger ersetzt wird, den Zusatzbonus nach APEE erhalten.

Die Gewährung des Zusatzbonus erfolgt kumulativ und wird auch auf den KMU-Bonus nach Nr. 9 angewendet.
Aus abrechnungstechnischen Gründen wird der APEE-Zusatzbonus im Rahmen einer separaten Darlehenszusage mit Tilgungszuschuss für jeden Verwendungszweck gewährt.

Link zum KfW-Programm Erneuerbare Energien „Premium“

Quelle: KfW

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