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Energiekostenmanagement-Dialog gestartet

Energienetzwerk_ilg_28Am 1. März 2016 nahm das Energieeffizienznetzwerk „Energiekostenmanagement-Dialog“ mit sieben Unternehmen aus dem mittleren Niederrhein seine Arbeit auf. Bei der Auftaktkonferenz in Mönchengladbach wurde mit Vorträgen und Diskussionen ein über zwei Jahre angesetzter Prozess gestartet, in dessen Fokus das Energiekostenmanagement steht. Energiekosten sind für die sieben teilnehmenden Unternehmen nicht unerheblich; im Jahr 2015 betrugen diese zusammen knapp 70 Millionen Euro und machten über 2 Terrawattstunden für die überwiegenden Energieträger Strom und Gas aus.

160301_Nissen_EnKoMaDialogDas Format „Energiekostenmanagement-Dialog“ wurde von Prof. Ulrich Nissen von der Hochschule Niederrhein konzipiert. „Die teilnehmenden Unternehmen haben größtenteils bereits ein Energiemanagement-System aufgebaut. Wir unterstützen sie bei der Weiterentwicklung zu einem integrativen Energiekostenmanagement“, erläutert Nissen. „Ziel ist es, Energieeffizienz zu einem festen Bestandteil der Unternehmenssteuerung zu machen, der bei allen Entscheidungen mit einbezogen wird.“

160301_Brinitzer_EnKoMaDialogDas Netzwerk wurde von der IHK Mittlerer Niederrhein gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein initiiert. „Vor dem Hintergrund perspektivisch weiter steigender Energiekosten sind wir überzeugt, dass wir mit diesem Netzwerk einen Beitrag zur Standortsicherung der Betriebe leisten werden“, sagt Dr. Ron Brinitzer, Geschäftsführer des Bereichs Innovation/Umwelt der IHK. Preiswerte und sichere Energieversorgung sei für die Wirtschaft am Niederrhein traditionell von besonderer Bedeutung. „Dank der Braunkohle war Energie preiswert verfügbar, deshalb gibt es entlang der Rheinschiene viele energieintensive Unternehmen“, erklärt Brinitzer. „Um diese Unternehmen trotz der sich ändernden neuen energiepolitischen Rahmenbedingungen hier zu halten, müssen bisher ungenutzte wirtschaftliche Effizienzpotenziale genutzt und dadurch die Energiekosten gesenkt werden.“

Energienetzwerk_ilg_24_TitelDer Ort der Auftaktveranstaltung war passend gewählt, im hochmodernen und energieeffizienten Mönchengladbacher Blauhaus trafen sich die Netzwerkteilnehmer aus sieben regionalen Unternehmen zum Kennenlernen und zum Erfahrungsaustausch. Mit einem Workshop zur „systematischen Aufdeckung und Bewertung von wirkungsvollenEffizienzpotenzialen“ ging es direkt in medias res.

Statements von Teilnehmern zu Ihren Erwartungen an das Netzwerk:

„Unsere Stärkefabrik in Krefeld betreibt schon seit Jahrzehnten einen großen Aufwand, um Energie einzusparen“, sagt Bernd Willms, Energiecontroller der Cargill Deutschland GmbH. „Von der Teilnahme an diesem vertrauensvoll zusammenarbeitenden Netzwerk erwarten wir trotzdem wichtige Impulse. Sprich wir wollen noch effizienter als bisher Energiekosten zu senken und gleichzeitig das Klima schützen.“

„Ich erwarte durch den interdisziplinären Austausch mit den übrigen Netzwerkteilnehmen für unser Unternehmen viele interessante Impulse zur Weiterentwicklung unseres Energiemanagementsystems“, sagte Sven Hennemann, Energiemanager der Großbäckerei Kamps. „Insbesondere die Kooperation mit der Fachhochschule als Forschungseinrichtung macht dieses Netzwerk besonders spannend.“

„Durch den intensiven und im Workshopcharakter angelegten Wissensaustausch mit Unternehmen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen erhoffen wir uns einen Blick über den bekannten Tellerrand. Ziel ist es, neue Ideen für unser Energiekostenmanagement zu generieren und diese in ökologisch nachhaltigen und ökonomisch effizienten Verbesserungen umzusetzen.“ sagt Dr. Jochen Luft, Leiter des Pierburg Werkes Niederrhein in Neuss.

Neben Cargill, der Kamps GmbH und der Pierburg GmbH sind die FS-Karton GmbH, die Schunk Ingenieurkeramik GmbH, die C. Thywissen GmbH und die GEORG PLANGE ZN der PMG Premium Mühlen Gruppe GmbH & Co. KG  im Netzwerk vertreten.

„Energiekostenmanagement-Dialog“ ist Teil der Netzwerkinitiative von 18 Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft und der Bundesregierung. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, auf Bundesebene 500 Energieeffizienz-Netzwerke bis zum Jahr 2020 zu gründen.

 

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