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Durchschnittsstrompreis-Verordnung bringt neue Berechnungsgrundlage

Besondere-Ausgleichsregelungs-DurchschnittsstrompreisMit der Veröffentlichung der Durchschnittsstrompreis-Verordnung (DSPV) wurde das Verfahren zur Berechnung der Stromkostenintensität im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung (BesAR) überarbeitet.

Das BAFA hat nun auf seiner Homepage die für das Antragsverfahren 2016 notwendige Tabelle der Durchschnittsstrompreise und ein Hinweisblatt  zu deren Anwendung veröffentlicht. Die Tabelle wird künftig für jedes Antragsjahr neu erstellt und bis zum 28. Februar auf der Seite des BAFA zugänglich gemacht.

Neuerung bei der Feststellung der Stromkostenintensität:

Ab dem Antragsjahr 2016 werden nicht mehr die tatsächlichen Stromkosten des Unternehmens für die Berechnung der Stromkostenintensität zu Grunde gelegt, sondern die sog. „maßgeblichen Stromkosten“. Diese maßgeblichen Stromkosten werden nach § 64 Absatz 6 Nummer 3 EEG 2014 durch die Multiplikation des arithmetischen Mittels des Stromverbrauchs des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren mit dem in der Tabelle veröffentlichten durchschnittlichen Strompreis berechnet.

Die Zuordnung eines antragstellenden Unternehmens zu einem durchschnittlichen Strompreis in der Tabelle erfolgt auf Basis von zwei Kriterien: Erstens anhand der Summe der Strombezugsmenge und der nach § 61 umlagepflichtigen Strommengen (umlagepflichtiger Eigenstrom). Zweitens anhand der Vollbenutzungsstunden des Unternehmens. Beide Kriterien finden sich in der vom BAFA veröffentlichten Preistabelle wieder, so dass der in der Berechnung zu verwendende durchschnittliche Strompreis dort abgelesen werden kann.

Wichtig: Unternehmen, die bislang kurz unter oder über den im Antragsverfahren nachzuweisenden Schwellen bei der Stromkostenintensität lagen, sollten besonderes Augenmerk auf das neue Verfahren legen. Durch die nun standardisiert anzuwendenden Strompreise könnten sie, je nach Ausgangslage, nun doch in den Kreis der antragsberechtigten Unternehmen fallen oder aus diesem ausscheiden.

Quelle: DIHK, Mark Becker, becker.mark@dihk.de

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