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EEG-Umlage steigt in 2017

Windpark mit HochspannungsleitungenSeit 2014 war die EEG-Umlage weitestgehend stabil. Zum Jahreswechsel wird sie um 8,3 Prozent von 6,354 auf 6,88 Cent/kWh erhöht. Damit werden 2017 insgesamt rund 24 Mrd. Euro auf die Stromverbraucher umgelegt. Die Übertragungsnetzbetreiber rechnen aufgrund des Ausbaus der Windenergie an Land und auf See mit einem Anstieg der EEG-geförderten Strommenge um 11 TWh von 176 auf 187 TWh.

Weitere wichtige Informationen zur EEG-Umlage:

  • Der Gesamtvergütungsanspruch von EEG-Anlagen beläuft sich 2017 auf 29,5 Mrd. Euro.
  • Dem stehen Einnahmen des EEG-Kontos durch den Stromverkauf in der Direktvermarktung (3,4 Mrd. Euro), Stromverkauf der Übertragungsnetzbetreiber für Anlagen in der Festvergütung (1,2 Mrd. Euro), vermiedene Netzentgelte (875 Mio. Euro) und privilegiertem Letztverbrauch (175 Mio. Euro) gegenüber.
  • Der eigentliche Umlagebetrag (sog. Kernumlage) beläuft sich auf 24,4 Mrd. Euro, was einer EEG-Umlage von 7,015 Cent/kWh entspricht.
  • Von der Kernumlage entfallen 2,6 Cent auf PV, 1,8 Cent auf Biomasse, 1,5 auf Wind an Land und 0,9 Cent auf Wind auf See.
  • Da das EEG-Konto zum Stichtag 30.09. mit knapp 2 Mrd. Euro deutlich im Plus war, sinkt die EEG-Umlage rechnerisch um 0,6 Cent/kWh.
  • Die Liquiditätsreserve wird auf 6 Prozent festgesetzt (Vorjahr 10 Prozent). Dadurch erhöht sich die Umlage um 0,4 Cent/kWh.
  • Der Differenzbetrag wird zu 36 Prozent von GHD-Sektor, 27 Prozent Industrie und 36 Prozent private Haushalte getragen.

Weiterführende Informationen:

Die Übertragungsnetzbetreiber haben eine Mittelfristprognose bis 2021 erstellt. Die wichtigsten Ergebnisse daraus lauten:

  • 2021 werden rund 121 GW erneuerbare Energien installiert sein (2017: 102,5 GW).
  • 92 Prozent entfallen auf Wind (65 GW) und PV (46 GW).
  • Die erzeugte Strommenge wird bei 224 TWh liegen.
  • Der nicht privilegierte Letztverbrauch geht auf 324 TWh zurück (2017: 343 TWh).

Die vollständige Prognose zum Download und weitere Informationen finden Sie unter http://www.netztransparenz.de/de/EEG-Umlage.htm

Quelle: DIHK

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