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DIHK-Faktenpapier Strompreise

Die Debatte über steigende Strompreise hat wieder an Fahrt aufgenommen: Zum Jahreswechsel zieht die EEG-Umlage nach zwei Jahren weitgehender Stabilität wieder an und auch für die KWK-Förderung und die Netzentgelte müssen viele Unternehmen 2017 deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das Ende der Fahnenstange ist aber bei den Strompreisen noch lange nicht erreicht. Vielmehr stehen erhebliche weitere Steigerungen vor allem bei den Netzentgelten vor der Tür. So verursacht der Netzausbau in den Jahren 2016 bis 2025 kumulierte Kosten in Höhe von voraussichtlich etwa 50 Mrd. Euro. Damit kein Missverständnis entsteht: Der Netzausbau ist notwendig, damit die physikalische Integration der erneuerbaren Energien gelingt.

Zu den Netzausbaukosten kommen noch etwa in Summe 40 Mrd. Euro für den weiteren Ausbau der Ökostromerzeugung und der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sowie zur Sicherung der Stromversorgung (Kapazitätsreserve) und zur Erreichung des nationalen Klimaschutzziels im Stromsektor von -40 Prozent CO2-Emissionen bis 2020 (sog. Sicherheitsreserve oder Braunkohlereserve).

Insgesamt werden sich die Zusatzkosten für Bürger und Unternehmen auf deutlich über 100 Mrd. Euro belaufen. Dadurch werden sich die Gesamtstromkosten von Bürgern und Unternehmen (Beschaffung, Steuern, Umlage, Netzentgelte) von derzeit rund 70 Mrd. Euro im Jahr bis 2025 auf wahrscheinlich über 85 Mrd. Euro im Jahr erhöhen; das ist ein Anstieg von über 20 Prozent.

Jede Strompreiserhöhung ist für Unternehmen Anlass, sich die einzelnen Positionen der Stromrechnung genauer anzusehen und sich zu fragen: Worin liegen die Ursachen für Preissteigerungen? Wie wird sich der Strompreis weiterentwickeln? Was kann die Politik tun, um die Strompreise zu senken oder zumindest ihre Steigerung zu dämpfen? Und: Was können Unternehmen selbst tun, um die Stromrechnung in den Griff zu bekommen?

Mit dem Faktenpapier „Strompreise in Deutschland“will der DIHK Antworten auf diese Fragen geben und – im Rahmen des Möglichen – für mehr Transparenz in der Strompreisdebatte sorgen. Eine Übersicht über Schwellenwerte und Antragsformalitäten für Ermäßigungen bei den verschiedenen Strompreiskomponenten hat der DIHK nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Anspruch auf Vollständigkeit für Sie zusammengestellt.

Faktenpapier Strompreise in Deutschland 2017

Quelle: DIHK

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  1. EEG-Umlage steigt in 2017

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